1.3.2026 · »Nun lasst uns gehen und treten« · Ruth Misselwitz


Predigtreihe zum 350. Todestag von Paul Gerhardt

Teil 1

Liebe Schwestern und Brüder,
in diesem Jahr wollen wir in unserer Themenpredigtreihe uns dem Liedermacher und Dichter Paul Gerhardt widmen, In diesem Jahr jährt sich sein 350. Todestag.

Unser Gesangbuch enthält 26 seiner Lieder, darunter so bekannte wie: „Ich steh an deiner Krippen hier“, „O Haupt voll Blut und Wunden“ und „Geh aus mein Herz und suche Freud“ Jeder von uns drei Liturgen hat sich ein Lied von ihm ausgesucht. Ich beginne heute mit dem Lied: „Nun lasst uns gehen und treten“ Nr. 58 in unserem Gesangbuch.

Am kommenden Sonntag wird Thies Gundlach über das Lied: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ predigen und am 15. März stellt Michael Hufen das Lied vor: „Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich“

Lassen sie mich zu Beginn ein paar Worte zu Paul Gerhardt sagen. Seine Biographie ist für die Theologie und den Inhalt seiner Lieder von großer Bedeutung.

Paul Gerhardt wurde 1607 in Gräfenhainichen in Kursachsen in eine fromme Gastwirtsfamilie hineingeboren. Als er 12 Jahre war, starb sein Vater, zwei Jahre später starb seine Mutter. Die Leiden des dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 prägten sein ganzes Leben. Gräfenhainichen wurde während des Krieges vollständig zerstört, auch sein Elternhaus.

Genau wie sein älterer Bruder besuchte er die Fürstenschule in Grimma – die Schmiede des sächsischen Pfarrer- und Beamtennachwuchses. 1628 begann er in der Lutherhochburg Wittenberg,
in der Martin Luther 100 Jahre zuvor gewirkt hatte, sein Theologiestudium, lernte bei bedeutenden Lehrern der lutherischen Orthodoxie und begann mit den ersten Dichtungen. Sein Geld verdiente er als Hauslehrer in verschiedenen Haushalten.

Die Pest fegte in den Jahren 1636-37 unzählige Menschen in Wittenberg hinweg. Paul Gerhardt blieb bewahrt und ging 1643 nach Berlin, wo er sich anfangs auch als Hauslehrer verdingte. Durch den Krieg und die daraus folgenden Epidemien wie Pest, Pocken, Ruhr und Hunger hatte sich die Berliner Bevölkerung von 12000 auf 5000 Einwohner mehr als halbiert.

Paul Gerhardt fand nun eine Anstellung als Pfarrer in der Berliner Nikolaikirche. Hier arbeitete der Kantor Johann Crüger, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbunden hat. Johann Crüger vertonte seine Lieder und sammelte sie in seinem Gesangbuch.

Als Paul Gerhardt 48 Jahre alt war und endlich eine sichere Pfarrstelle in der Berliner Nikolaikirche bekam, heiratete er die 33jährige Anna Maria, mit der er 4 Kinder bekam, von denen aber nur ein Sohn die Eltern überlebte. Der 30-jährige Krieg, der als Religionskrieg 1618 zwischen den katholischen und den protestantischen Einflussbereichen begann, endete 1648 als Territorialkrieg. Ganz Europa war geschunden und zerschlagen. Neben den Zerstörungen von Städten, Dörfern und Landschaften wüteten die schrecklichsten Epidemien, wie Pest und Cholera. Inquisitionen, Hexenverfolgungen und irrwitziger Aberglaube hinterließen rauchende Scheiterhaufen und verletzte Seelen. Eine Zeit von extremen Verirrungen und orientierungslosem Umherirren prägte die geschundene Bevölkerung.

Aber auch in diesen Zeiten schuf sich der göttliche Geist des Friedens und der Versöhnung Raum,
indem er Menschen zu seinen Helfern ermächtigte. Das Töten musste beendet werden, damit Europa nicht völlig im Chaos versinkt. Die Vertreter der kriegsführenden Parteien ließen sich auf Verhandlungen ein, begleitet von weiteren Kämpfen zur Gewinnung von territorialen Vorteilen.
Nach fünf Jahren Verhandlungen wurde 1648 der Westfälische Frieden geschlossen. Es war der erste internationale Kongress, auf dem nahezu alle großen europäischen Mächte vertreten waren. Der Westfälische Friede wurde zum Vorbild für spätere Friedenskonferenzen, da er dem Prinzip der Gleichberechtigung aller beteiligten Staaten, unabhängig von ihrer tatsächlichen Macht und Religionszugehörigkeit, zur Durchsetzung verhalf.

Paul Gerhardt erlebt all diese Schrecknisse am eigenen Leibe. Der Verlust der Eltern und sein Elternhaus, das Sterben der eigenen Kinder im frühen Kindesalter, Tod und Verzweiflung in den Gemeinden und Städten, das Ringen um den rechten Glauben gegen Irrlehre und Ketzertum, all das prägt seine Theologie und seine Frömmigkeit.

Als standhafter orthodoxer Lutheraner verweigerte er die Unterschrift unter das Toleranzedikt, das vom Kurfürsten in Brandenburg allen Beamten und Pfarrern vorgelegt wurde, um die Spannungen zwischen den reformierten und lutherischen Kirchen zu mildern. Paul Gerhardt weigert sich, dieses zu unterschreiben. Als orthodoxer Lutheraner verurteilt er die Lehren der Calvinisten als Häresie, als Irrlehre. Paul Gerhardt wurde daraufhin aus seinem Pfarrdienst entlassen. Die Berliner Bürger und Gewerke waren mit der Amtsenthebung Gerhardts aber nicht einverstanden und forderten seine Wiedereinsetzung. Da sich Gerhardt mit seinen geistlichen Liedern auch außerhalb Berlins Ansehen erworben hatte, intervenierten auch die märkischen Landstände gegen Gerhardts Entlassung. Der Kurfürst setzte Gerhardt am 12. Januar 1667 wieder in sein Amt ein. Der jedoch verzichtete aus Glaubens- und Gewissensgründen nun darauf.

Paul Gerhardt wurde daraufhin endgültig aus seinem Pfarrdienst entlassen und war ohne Einkommen.
Mit seiner Tätigkeit als Liederdichter und mit geistlichen Andachten, die er in einem viel verkauften Heftchen mit 120 seiner Lieder verbreitete, hielt er sich und seine Familie über Wasser.

1668 stirbt mit 46 Jahren seine Frau Anna Maria.

Dann kommt der Ruf nach Lübben in die Nikolaikirche. Lübben gehörte damals zum lutherischen Kursachsen, in dem Gerhardt seine konfessionellen Wurzeln hatte. Hier arbeitet er noch weitere 8 Jahre als Pfarrer in bescheidenen Verhältnissen bis zu seinem Tod 1676. Er wird in der Nikolaikirche beigesetzt, ein Denkmal steht bis heute vor der Kirche, die 1930 umbenannt wird zu „Paul Gerhardt Kirche“.

Vor dem historischen und persönlichen Hintergrund dieses reichen und zum Teil sehr schmerzhaften Lebens liest und singt man seine Lieder mit anderen Augen.

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit“; „Befiel du deine Wege“ oder „Du meine Seele singe, wohl auf und singe schön“ – strahlen eine tiefe Lebensfreude aus, ein grenzenloses Gottvertrauen in all den Wirrnissen und Schmerzen aber auch eine große Sehnsucht nach Erlösung.

„Mach End, oh Herr, mach Ende mit aller unsrer Not..“so seufzt Paul Gerhardt in der letzten Strophe des Liedes „Befiehl du deine Wege“, das er 1653 verfasste, 6 Jahre nach Ende des längsten Krieges,
den Europa erlitten hat.


EG 361,1-3,12 Befiehl du deine Wege


Liedpredigt Teil 2

Liebe Schwestern und Brüder, kommen wir nun zu unserem Lied: Nun lasst uns gehen und treten mit Singen und mit Beten. Schlagen sie bitte das Gesangbuch Nr. 58 auf, wir werden in Abständen die Verse singen, zu denen ich im Einzelnen etwas sagen werde.
Das Lied wurde 1653 von Paul Gerhardt gedichtet, die Melodie ist von dem Kantor der Nikolaikirche Johann Crüger. Es waren 5 Jahre vergangen, nachdem der Westfälische Frieden ausgehandelt wurde. Europa und Deutschland lagen nach dem dreißigjährigen Krieg in Schutt und Asche, die Schrecken der Gewalt waren noch gegenwärtig. Paul Gerhardt lebt in Berlin und wird als Liederdichter immer berühmter. Johann Krüger gibt ein Gesangbuch heraus, in dem in der 5. Auflage 64 neue Lieder von Paul Gerhardt erscheinen. Das Lied „Nun lasst uns gehen und treten“ ist ein Lied zum Jahreswechsel wie die Strophen 1. und 2 und die letzte Strophe zeigen. Das in Paarreimen gedichtete Lied verwendet zahlreiche Zwillingsformeln („gehn und treten, tun und machen, Großen und Kleinen“…). Es besteht aus drei Teilen,

  • einem Gotteslob mit Vertrauensbekenntnis (Strophen 1–7)
  • einem Fürbittenteil (Verse 8-13)und
  • einer Segensbitte (Strophen 14–15),

Bis Strophe 8 spricht die Gemeinde in der 1. Person Plural („uns, wir“), ab Strophe 9 flicht sich auch der Einzelne in der 1. Person Singular ein („mir“). So bekommt das Lied die Form einer Andacht, die Gotteslob, Tagesgeschehen, Fürbitte und Segen beinhaltet.

Verse 1-2
1) Nun lasst uns gehen und treten
mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben
bis hierher Kraft gegeben.

2) Wir gehen dahin und wandern
von einem Jahr zum andern,
wir leben und gedeihen
vom alten bis zum neuen

Eingangs lädt das Lied ein, sich singend und betend Gott zu nähern, die Strophe 2 greift das „Gehen“ auf und wandelt es ab in das Wandern durch die Zeit. Es ist ein Gehen durch die Gezeiten in dem Bewusstsein, dass Gott mitwandert. Und dieses Wandern ist eine Entwicklung, eine Bewegung, wir treten nicht auf der Stelle, sondern „wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen“. Es ist ein hoffnungsvoller, ein positiver Blick in die Zukunft, weil wir nicht alleine sind. Wir wandern in der Gemeinschaft mit allen Gläubigen und mit Gott. Wir singen die beiden ersten Strophen.

Verse 3-5

3) durch so viel Angst und Plagen,
durch Zittern und durch Zagen,
durch Krieg und große Schrecken,
die alle Welt bedecken.

4) Denn wie von treuen Müttern
in schweren Ungewittern
die Kindlein hier auf Erden
mit Fleiß bewahret werden,

5) also auch und nicht minder
lässt Gott uns, seine Kinder,
wenn Not und Trübsal blitzen,
in seinem Schoße sitzen.

Zuerst kommt der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft, dann wird noch mal zurückgeschaut. Es liegen die schweren Jahre des Krieges hinter ihnen, die Wunden sind noch nicht geheilt, die Toten werden immer noch beweint, das Elend von Hass und Gewalt, Epidemien und Feindschaft sind allgegenwärtig.
Paul Gerhardt hat den Krieg von Anfang bis Ende mitgelitten – 30 Jahre lang. Aber die Versammelten sind bewahrt worden, sie leben und es gibt für sie eine Zukunft. Paul Gerhardt verwendet das Bild der bewahrenden Mutter aus Jesaja 66,13: „Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet“ und des schützenden Vaters wohl in Anspielung auf den Schoß Gottes aus dem Johannesevangelium. Joh 1,18

Wir singen die Verse 3-5

Verse 6+7

6) Ach Hüter unsres Lebens,
fürwahr, es ist vergebens
mit unserm Tun und Machen,
wo nicht dein Augen wachen.

7) Gelobt sei deine Treue,
die alle Morgen neue;
Lob sei den starken Händen,
die alles Herzleid wenden.

Strophe 6 reflektiert die Erkenntnis der Vergeblichkeit menschlichen Tuns, wenn Gott nicht seine Hand darauf legt. Sie nimmt das Motiv aus Psalm 127,1 auf: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst“. Es ist die Einsicht, dass es Sicherheit und Geborgenheit allein in Gott gibt. Weder der menschliche Verstand, seine Kraft und Stärke, seine hochentwickelten Waffensysteme oder Goldbarren können die Sicherheit geben, die die Obhut Gottes bewirkt. Denn diese Geborgenheit durchdringt alle Leiden und Schmerzen, alle Verluste und Kränkungen – sie durchdringt sogar den Tod.

Von diesem Tod sind die Singenden und Betenden stets umfangen, sie erleben ihn tagtäglich, aber er kann ihnen keinen Schrecken mehr einjagen, sie werden ihn mit Gottes Hilfe überwinden.

Deshalb fügt sich in Vers 7 das Gotteslob an über die Treue Gottes. Alle am Krieg, an der Pest oder an anderem Unheil verloren gegangenen Weggefährten wissen sie geborgen in den Händen Gottes. Das gibt Trost und Kraft für die Zukunft. Der Lobpreis in Vers 7 greift die Erkenntnis aus den Klageliedern des Jeremias auf „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß“ (Klgl 3,22f

Wir singen die Verse 6 und 7

Verse 8-10

8) Lass ferner dich erbitten,
o Vater, und bleib mitten
in unserm Kreuz und Leiden
ein Brunnen unsrer Freuden.

9) Gib mir und allen denen,
die sich von Herzen sehnen
nach dir und deiner Hulde,
ein Herz, das sich gedulde.

10) Schließ zu die Jammerpforten
und lass an allen Orten
auf so viel Blutvergießen
die Freudenströme fließen

Trotz des Trostversprechens bricht noch mal das Leid durch. Der Schmerz kommt immer wieder hoch, er will sich noch nicht beruhigen. Und es wird ihm Raum gegeben – das Kreuz und das Leiden wird inmitten des Lebens bitter erfahren. Und wer, wenn nicht Gott sollte da der Adressat unseres Weinens sein? Er weiß um unseren Schmerz, er hat es selber am eigenen Leib erfahren. Und die Lebenserfahrung zeigt, dass es Geduld braucht, um über Leid und Trauer hinwegzukommen. Diese Geduld wird von Gott erbeten.

An ihn darf auch die Bitte geäußert werden: „Schließ zu die Jammerpforten und lass an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen“. Ja es darf an der Hoffnung festgehalten werden, dass Versöhnung und Frieden wieder möglich ist, dass Feindschaften überwunden werden und eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden kann.

Wir singen die Strophen 8-10

Verse 11-13

11) Sprich deinen milden Segen
zu allen unsern Wegen,
lass Großen und auch Kleinen
die Gnadensonne scheinen.

12) Sei der Verlassnen Vater,
der Irrenden Berater,
der Unversorgten Gabe,
der Armen Gut und Habe.

13) Hilf gnädig allen Kranken,
gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen,
die sich mit Schwermut quälen.

Der Teil der Fürbitten in den Versen 8-13 ist in Anlehnung an das Allgemeine Kirchengebet formuliert,
das traditionell die „heilige allgemeine Kirche, alle Gemeinden des Erdkreises, die Ortsgemeinde und ihre Kleriker, Witwen und Waisen, Kaiser und Reich, Frieden in der Welt, Fruchtbarkeit der Erde, gutes Wetter, Feinde und Verfolger, Notleidende und Bedürftige“ einschloss.
Mit der Bitte um den Segen eröffnet er die Fürbitten und beginnt mit der Bitte um Beistand für alle, die sich auf dem Wege befinden. Die Gnadensonne erbittet er für die Großen und die Kleinen,
sie soll mit ihrer Wärme alle Stände erfassen, damit es ein friedliches, ein gerechtes Miteinander im Lande gibt.

Mit den Versen 12 und 13 geht er noch besonders auf die Einsamen, die Verirrten, die Armen und Kranken ein. Auch die Schwermütigen – wir würden heute sagen, die mit Depressionen Geplagten –
werden erwähnt:
„Gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.“
Diesen Zustand wird sicher auch Paul Gerhardt kennen nach allem, was er erlebt hat. Seine Lieder zeugen aber in eindrücklicher Weise davon, dass er sich immer wieder an der Natur, an der Treue Gottes und der Gemeinschaft erfreuen kann.
Wir singen Verse 11-13

Verse 14+15

14) Und endlich, was das meiste,
füll uns mit deinem Geiste,
der uns hier herrlich ziere
und dort zum Himmel führe.

15) Das alles wollst du geben,
o meines Lebens Leben,
mir und der Christen Schare
zum selgen neuen Jahre.

Am Ende steht die Bitte um den Geist Gottes. Er ist die höchste Gabe, die der Mensch bekommen kann, er steht weit über Gut, Ehre, Macht und Familie, denn er ist die Voraussetzung für ein gutes, ein friedliches und gerechtes Miteinander. Regiert der Geist Gottes die Menschen, dann gibt es keinen Hunger mehr, keine Gewalt, keine verirrten Volksverhetzer, keine verlassenen Kinder, keine schwermütigen Seelen. Der Geist Gottes führt seine Kinder sicher hindurch durch dieses Jammertal hin zum Himmelreich. In fast all seinen Liedern endet Paul Gerhardt in seinen letzten Strophen mit der Hoffnung auf das Himmelreich. Für ihn hat der Tod nichts Erschreckendes, sondern etwas Erlösendes.
Das bedeutet aber keineswegs eine Absage an diese „böse Welt“ und Vertrösten auf das Jenseits.
Nein, die letzte Strophe schaut voller Hoffnung und Zuversicht auf das kommende Jahr, das in der Gemeinschaft der Christenheit betreten wird.
Wir singen die beiden letzten Strophen